Rhone Radweg

Reisebericht zur Radreise auf dem Rhone Radweg

September 2007

Stockalper Palast Montreux

Die Rhone-Route zwischen Oberwald und Genf führt den Radler durch drei völlig unterschiedliche Landschaftstypen. Im Goms hat die Landschaft alpinen Charakter. Hier ist das Rhone-Tal noch schmal, dann nach einer atemberaubenden Abfahrt nach Brig öffnet sich das Rhonetal zum "Obstgarten" der Schweiz und ab Villeneuve begleitet uns die lichtüberflutete Wasserfläche des Genfer Sees.


Vorwort:

Der Rhone Radweg führt von Andermatt bis nach Genf und vereinigt drei ganz unterschiedliche Landschaftstypen.
In der Nähe der Furkastraße, beim Hotel Belvedere entspringt die Rhone, stürzt über blank polierte Granitfelsen hinab ins Tal und fließt über 812 km weit zum Mittelmeer. Im weiten Tal Goms ändert sich der Name des Flusses für einige Zeit auf "Rotten".

Der Weg führt vorbei am größten Gletscher der Alpen, dem Aletschgletscher. Die Fahrt geht in diesem Abschnitt zumeist abwärts mit einigen Gegensteigungen. Ab Brig weitet sich dann das Rhone-Tal.

In Sierre "überquert" man die Sprachgrenze zwischen dem deutschsprachigen Oberwallis und dem französisch sprechenden Unterwallis. Das Land wird ab hier bis zum Rhoneknie bei Martigny intensiv mit Obst, Wein und Gemüse bebaut.
Aber, das Pflücken von Obst im "Vorbeifahren" sollte man sich verkneifen. Die Bauern sind das hier an der Radroute scheinbar gewohnt und reagieren entsprechend aggressiv. In Villeneuve erreicht man schließlich die lichtüberflutete Fläche des Genfer Sees und fährt durch weltbekannte Städte wie Montreux, Lausanne und Genf.

Streckencharakteristik:

Die Gesamtlänge des Rhoneradweges beträgt ca. 310 km, davon sind 26 km ungeteert. Streckenvarianten und Ausflüge sind nicht mit eingerechnet.

Zwischen Andermatt und Oberwald geht es kräftig bergauf und bergab. Die Straße ist hier stark befahren und nicht ungefährlich. Für Radfahrer ohne ausreichende Kondition ist diese Strecke nicht empfehlenswert.

Wir haben die Variante ab Oberwald gewählt. Ab hier ist die Strecke auch für weniger sportliche Velofahrer gut zu meistern. Wir sind dort, wo es möglich war, parallel zur Hauptroute durch die Weinberge gefahren, um hier und da doch noch etwas gefordert zu werden.

Von Lax nach Brig geht es auf der Bundesstraße in Serpentinen steil bergab. Hier sind gute Bremsen unbedingt notwendig.

Am Genfer See muss man in den Städten Montreux, Nyon und Genf teilweise auf Radstreifen im starken Verkehr fahren.
Der für Alpentäler typische Gegenwind, der sogenannte "Talwind" kann auf der ersten Hälfte der Route leicht zum Spielverderber werden. Uns erfasste er besonders stark auf der Strecke zwischen Sion und Aigle. Es handelt sich um einen thermischen Wind, der dann entsteht, wenn sich die Luft an den Bergflanken durch die Sonneneinstrahlung erwärmt. Die warme Luft steigt und erzeugt eine talaufwärts gerichtete Sogwirkung. Da dies im Laufe des Vormittags beginnt, empfiehlt es sich, morgens möglichst früh loszufahren.

Reisezeit:

Tägliche Anreise von Anfang April bis Ende Oktober.

Organisation:

Das Kartenmaterial und die Hotels an der Strecke wurden vom Reiseveranstalter Swisstrails sorgfältig ausgewählt. Zu empfehlen ist auch die Radkarte Rhone-Radweg aus dem Programm von bikeline. Das Gepäck wird vom Veranstalter von Hotel zu Hotel transportiert. Die Hotels liegen in der Regel an der Radroute in den Zielorten, so dass abends die Möglichkeit besteht, sich noch etwas zu Fuß im Etappen-Ort umzusehen und gemütlich zu Abend zu essen.

Die Hotels, in denen wir untergebracht waren, gehören zur gehobenen Kategorie mit einer Ausnahme: Das AlaGare in Lausanne. Das Hotelzimmer hat eher an eine Absteige erinnert, wobei der neben dem Hotel verlaufende Bahndamm jegliches Tageslicht verdunkelte. Einen Punktabzug müssen wir leider auch beim Hotel Des Alpes in Nyon machen, da hier keine Möglichkeit bestand, die Fahrräder in einem geschützten und diebstahlgesicherten Raum über die Nacht unterzubringen, ein Angebot, das man bei einem fahrradfreundlichen Gastbetrieb eigentlich voraussetzen kann.

Etappenübersicht:

  • 1. Tag: Anreise nach Oberwald

  • 2. Tag: Oberwald - Brig (ca. 45 km)

    Meist bergab mit einigen Gegensteigungen vor herrlichem Bergpanorama.
  • 3. Tag: Brig - Sion (ca. 70 km)

    Flach am Rhone-Ufer entlang durch den Pfynwald oder oder ab Susten Abstecher nach Leuk und dann weiter über Varen und Salgesch nach Sierre. Unbedingt anschauen sollte man sich das Gebeinhaus der Kirche St. Stephan von Leuk.
  • 4. Tag: Sion - Aigle (ca. 60 km)

    Bis Martigny geht es zumeist durch Obstplantagen, durch den "Obstgarten" der Schweiz.
  • 5. Tag: Aigle - Lausanne (ca. 45 km)

    Ab Villeneuve am Genfer See entlang mit einigen Abstechern in die Weinberge
  • 6. Tag: Lausanne - Nyon (ca. 50 km)

  • 7. Tag: Nyon - Genf (ca. 25)

  • 8. Tag: Individuelle Rückreise nach Oberwald

    ... mit der Bahn oder mit zusätzlich gebuchten Rücktransport durch den Veranstalter.
Rhone Radweg - Route
Beschilderung des Rhone-Radwegs

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Reiseführer/Karten:

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